AGB

Die Buchung eines der Produkte von Stefan Unterlechner, Kienbergstraße 33a, 6200 Jenbach – STRISCO Tours & Events (nachfolgend als STRISCO bezeichnet), erfordert das Einverständnis zu den – zusätzlich zu den ARB von 1992 geltenden – folgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend als AGB bezeichnet):

 

ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN
für Reiseveranstalter von Pauschalreisen im Sinne des Pauschalreisegesetzes
Stefan Unterlechner, STRISCO Tours&Events
1.1. Ein Reiseveranstalter ist ein Unternehmer, der entweder direkt oder über einen anderen
Unternehmer oder gemeinsam mit einem anderen Unternehmer Pauschalreisen (iSd § 2 Abs 2
PRG) zusammenstellt und vertraglich zusagt oder anbietet (vgl § 2 Abs 7 PRG). Der
Reiseveranstalter erbringt seine Leistungen entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen,
insbesondere dem Pauschalreisegesetz (PRG), sowie der Pauschalreiseverordnung (PRV) mit
der Sorgfalt eines ordentlichen Unternehmers.
Ein Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person, der Unternehmereigenschaft nach
§ 1 KSchG zukommt (vgl § 2 Abs 9 PRG).
Im nachfolgenden meint Reiseveranstalter das Unternehmen Stefan Unterlechner, STRISCO Tours&Events.
1.2. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten als vereinbart, wenn sie – bevor der Reisende
durch eine Vertragserklärung an einen Vertrag gebunden ist – übermittelt wurden oder der
Reisende deren Inhalt einsehen konnte. Sie ergänzen den mit dem Reisenden
abgeschlossenen Pauschalreisevertrag. Bucht der Reisende für Dritte (Mitreisende), bestätigt
er damit, dass er von diesen Dritten bevollmächtigt wurde, ein Anbot für sie einzuholen, die
allgemeinen Geschäftsbedingungen für sie zu vereinbaren sowie einen Pauschalreisevertrag
für sie abzuschließen. Der Reisende, der für sich oder für Dritte eine Buchung vornimmt, gilt
damit als Auftraggeber und übernimmt analog im Sinne des § 7 Abs 2 PRG, sofern nicht eine
andere Vereinbarung getroffen wird, die Verpflichtungen aus dem Vertrag mit dem
Reiseveranstalter (Zahlungen, Rücktritt vom Vertrag usw).
1.3. Reisender ist jede Person, die einen den Bestimmungen des Pauschalreisegesetzes
unterliegenden Vertrag (z.B. Pauschalreisevertrag) zu schließen beabsichtigt oder die aufgrund
eines solchen Vertrags berechtigt ist, Reiseleistungen in Anspruch zu nehmen.
1.4. Der Katalog und die Homepage des Reiseveranstalters dienen als bloße Werbemittel. Die darin
präsentierten Pauschalreisen und sonstigen Leistungen stellen keine Anbote dar (vgl 2.2.).
1.5. Unter einem Pauschalreisevertrag versteht man den Vertrag, der zwischen dem
Reiseveranstalter und dem Reisenden über eine Pauschalreise abgeschlossen wird.
1.6. Unter dem Reisepreis wird der im Pauschalreisevertrag angegebene, vom Reisenden zu
bezahlende Betrag verstanden.
1.7. Eine Person mit eingeschränkter Mobilität ist analog zu Art 2 lit a VO 1107/2006 (Rechte von
behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität) eine Person mit
einer körperlichen Behinderung (sensorisch oder motorisch, dauerhaft oder zeitweilig), die die
Inanspruchnahme von Bestandteilen der Pauschalreise (z.B. Benutzung eines
Beförderungsmittels, einer Unterbringung) einschränkt und eine Anpassung der zu
vereinbarenden Leistungen an die besonderen Bedürfnisse dieser Person erfordert.
1.8. Unvermeidbare und außergewöhnliche bzw. unvorhersehbare Umstände sind
Vorfälle/Ereignisse/Gegebenheiten außerhalb der Sphäre/Kontrolle desjenigen, der sich auf sie
beruft und deren Folgen sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren
Vorkehrungen getroffen worden wären (z.B. Kriegshandlungen, schwerwiegende
Beeinträchtigungen der Sicherheit wie Terrorismus, Ausbrüche schwerer Krankheiten,
Naturkatastrophen, Witterungsverhältnisse, die eine sichere Reise verhindern etc.) (vgl § 2 Abs
12 PRG).
1.9. Das Pauschalreisegesetz und die allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten nicht für
Pauschalreiseverträge, die auf der Grundlage einer allgemeinen Vereinbarung über die
Organisation von Geschäftsreisen (z.B. Rahmenvertrag) zwischen zwei Unternehmern
geschlossen werden.
2. Aufgaben des Reiseveranstalters
2.1. Ausgehend von den Angaben des Reisenden erstellt der Reiseveranstalter für den Reisenden
Reisevorschläge. Diese sind unverbindlich, es handelt sich deshalb noch nicht um Anbote iSd §
4 PRG. Können aufgrund der Angaben des Reisenden keine Reisevorschläge erstellt werden
(keine Varianten, keine Leistungen etc.) so weist der Reiseveranstalter den Reisenden darauf
hin.
Die Reisevorschläge basieren auf den Angaben des Reisenden, weshalb unrichtige und/oder
unvollständige Angaben durch den Reisenden – mangels Aufklärung durch den Reisenden –
Grundlage der Reisevorschläge sein können. Bei der Erstellung von Reisevorschlägen können
beispielsweise (ohne Anspruch auf Vollständigkeit), die Höhe des Preises, Fachkompetenzen
des Leistungsträgers, Rabatte, das Bestpreisprinzip und anderes mehr allenfalls als Parameter
herangezogen werden.
2.2. Hat der Reisende ein konkretes Interesse an einem der vom Reiseveranstalter ihm
unterbreiteten Reisevorschläge, dann erstellt der Reiseveranstalter auf Basis des
Reisevorschlages ein Reiseanbot gemäß den Vorgaben des § 4 PRG, soweit diese für die
Reise von Relevanz sind. Das vom Reiseveranstalter erstellte Reiseanbot bindet den
Reiseveranstalter. Änderungen der im Reiseanbot enthaltenen vorvertraglichen Informationen
aufgrund von Preis- oder Leistungsänderungen sind möglich, sofern sich der Reiseveranstalter
dies im Reiseanbot vorbehalten hat, er den Reisenden vor Abschluss des
Pauschalreisevertrages klar, verständlich und deutlich über die Änderungen informiert und die
Änderungen im Einvernehmen zwischen Reisenden und Reiseveranstalter vorgenommen
werden (vgl § 5 Abs 1 PRG). Ein Vertrag zwischen Reiseveranstalter und Reisendem kommt
zustande, wenn das Reiseanbot durch den Reisenden angenommen wird (= Vertragserklärung
des Reisenden).
2.3. Der Reiseveranstalter berät und informiert den Reisenden auf Grundlage der vom Reisenden
dem Reiseveranstalter mitgeteilten Angaben. Der Reiseveranstalter stellt die vom Reisenden
angefragte Pauschalreise unter Rücksichtnahme auf die landesüblichen Gegebenheiten des
jeweiligen Bestimmungslandes/Bestimmungsortes sowie unter Rücksichtnahme auf die mit der
Pauschalreise allenfalls verbundenen Besonderheiten (z.B. Expeditionsreisen) nach besten
Wissen dar. Eine Pflicht zur Information über allgemein bekannte Gegebenheiten (z.B.
Topographie, Klima, Flora und Fauna der vom Reisenden gewünschten Destination etc.)
besteht nicht, sofern, je nach Art der Pauschalreise, keine Umstände vorliegen, die einer
gesonderten Aufklärung bedürfen oder sofern nicht die Aufklärung über Gegebenheiten für die
Erbringung und den Ablauf bzw. die Durchführung der zu vereinbarenden Leistungen
erforderlich ist. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass sich der Reisende bewusst für eine
andere Umgebung entscheidet und der Standard, die Ausstattung, die Speisen (insbesondere
Gewürze) sowie Hygiene sich an den jeweiligen für das Bestimmungsland/den Bestimmungsort
üblichen regionalen Standards/Kriterien orientieren.
2.4. Der Reiseveranstalter informiert den Reisenden gemäß § 4 PRG, bevor dieser durch eine
Vertragserklärung an einen Pauschalreisevertrag gebunden ist:
2.4.1. Über das Vorliegen einer Pauschalreise mittels Standardinformationsblatt gemäß § 4
Abs 1 PRG. Darüber hinaus kann das Standardinformationsblatt für Pauschalreisen
grundsätzlich auf der Website des Reiseveranstalters eingesehen werden.
2
2.4.2. Über die in § 4 Abs 1 PRG angeführten Informationen, sofern diese für die zu
vereinbarende Pauschalreise einschlägig und für die Durchführung und
Leistungserbringung erforderlich sind (z.B. sind bei einem reinen Badeurlaub keine
Hinweise auf Besichtigungen wie bei Studienreisen etc. erforderlich, sofern diese nicht
Teil der vereinbarten Leistungen sind).
2.4.3. Ob die zu vereinbarende Pauschalreise im Allgemeinen für Personen mit
eingeschränkter Mobilität geeignet ist (vgl 1.7.), sofern diese Information für die
betreffende Pauschalreise einschlägig ist (§ 4 Abs 1 Z 1 lit h PRG).
2.4.4. Über allgemeine Pass- und Visumserfordernisse des Bestimmungslandes einschließlich
der ungefähren Fristen für die Erlangung von Visa und für die Abwicklung von
gesundheitspolizeilichen Formalitäten (§ 4 Abs 1 Z 6 PRG), sofern diese Informationen
für die betreffende Pauschalreise einschlägig sind. Auf Nachfrage informiert der
Reiseveranstalter über Devisen- und Zollvorschriften. Darüber hinaus können
allgemeine Informationen zu Pass- und Visumserfordernissen, zu
gesundheitspolizeilichen Formalitäten sowie zu Devisen- und Zollvorschriften von
Reisenden mit österreichischer Staatsbürgerschaft durch Auswahl des gewünschten
Bestimmungslandes unter
https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reiseinformation/laender/ – bzw. von
EU-Bürgern von ihren jeweiligen Vertretungsbehörden – eingeholt werden. Als bekannt
wird vorausgesetzt, dass für Reisen ins Ausland in der Regel ein gültiger Reisepass
(z.B. nicht abgelaufen, nicht als gestohlen oder verloren gemeldet etc.) erforderlich ist,
für dessen Gültigkeit der Reisende selbst verantwortlich ist. Der Reisende ist für die
Einhaltung der ihm mitgeteilten gesundheitspolizeilichen Formalitäten selbst
verantwortlich. Für die Erlangung eines notwendigen Visums ist der Reisende, sofern
sich nicht der Reiseveranstalter oder Reisevermittler bereit erklärt hat, die Besorgung
eines solchen zu übernehmen, selbst verantwortlich.
2.5. Der Reiseveranstalter informiert den Reisenden gemäß Art 11 VO 2111/05 über die Identität der
ausführenden Fluggesellschaft, sofern diese bereits bei Vertragsabschluss feststeht. Steht bei
Vertragsabschluss die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, informiert der
Reiseveranstalter den Reisenden über jene Fluggesellschaft, die voraussichtlich den Flug
durchführen wird. Sobald die ausführende Fluggesellschaft feststeht oder wenn es nach der
Buchung zu einem Wechsel der ausführenden Fluggesellschaft kommt, wird der Reisende so
rasch wie möglich informiert.
2.6. Besondere Wünsche des Reisenden im Sinne von Kundenwünschen (z.B. Meerblick), sind
grundsätzlich unverbindlich und lösen keinen Rechtsanspruch aus, solange diese Wünsche
nicht vom Reiseveranstalter im Sinne einer Vorgabe des Reisenden gemäß § 6 Abs 2 Z 1 PRG
bestätigt worden sind. Erfolgt eine Bestätigung, liegt eine verbindliche Leistungszusage vor.
Die Aufnahme von Kundenwünschen durch den Reiseveranstalter stellt lediglich eine
Verwendungszusage dar, diese an den konkreten Leistungsträger weiterzuleiten bzw. ihre
Erfüllbarkeit abzuklären und ist keine rechtlich verbindliche Zusage, solange sie nicht vom
Reiseveranstalter bestätigt wurde.
2.7. Bucht der Reisende nicht direkt beim Reiseveranstalter (z.B. durch Besuch in der Filiale,
Anfrage per Telefon oder Mail etc.), sondern über einen Reisevermittler gelten für diesen die
Bestimmungen gemäß Punkt 2. dieser AGB.
3. Befugnisse des Reisevermittlers und vor Ort gebuchte Leistungen
3.1. Reisevermittler sind vom Reiseveranstalter nicht ermächtigt, abweichende Vereinbarungen zu
treffen, Auskünfte zu geben oder Zusicherungen zu machen, die den vereinbarten Inhalt des
Pauschalreisevertrags abändern, über die vertraglich zugesagten Leistungen vom
Reiseveranstalter hinausgehen oder im Widerspruch zum Reiseanbot stehen. Reisekataloge
und Internetausschreibungen, die nicht vom Reiseveranstalter herausgegeben wurden, sind für
den Reiseveranstalter und dessen Leistungspflicht nicht verbindlich, soweit sie nicht durch
ausdrückliche Vereinbarung zwischen Reiseveranstalter und Reisendem zum Gegenstand des
Reiseanbots oder zum Inhalt der Leistungspflicht des Reiseveranstalters gemacht wurden.
3.2. Bei Dritten vom Reiseveranstalter verschiedenen bzw. dem Reiseveranstalter nicht
zurechenbaren Leistungsträgern gebuchte Leistungen vor Ort sind für den Reiseveranstalter
und dessen Leistungspflicht nicht verbindlich und werden diesem nicht zugerechnet, sofern
diese Leistungen nicht ausdrücklich vom Reiseveranstalter bestätigt/autorisiert wurden (vgl
auch 20.5.).
4. Aufklärungs- und Mitwirkungspflicht des Reisenden
4.1. Der Reisende hat dem Reiseveranstalter – gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eines
Reisevermittlers, wenn über einen solchen gebucht wurde – alle für die Pauschalreise
erforderlichen und relevanten personenbezogenen (z.B. Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit
etc.) und sachbezogenen Informationen (z.B. geplante Einfuhr/Mitnahme von Medikamenten,
Prothesen, Tieren etc.) rechtzeitig, vollständig und wahrheitsgemäß mitzuteilen. Der Reisende
hat den Reiseveranstalter über alle in seiner Person oder der von Mitreisenden gelegenen
Umstände (z.B. Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeit, keine Reiseerfahrung etc.) und über
seine bzw. die besonderen Bedürfnisse seiner Mitreisenden, insbesondere über eine
vorliegende eingeschränkte Mobilität bzw. den Gesundheitszustand und sonstige
Einschränkungen, welche für die Erstellung von Reiseanboten bzw. für die Aus- bzw.
Durchführung einer Pauschalreise mit den zu vereinbarenden Leistungen von Relevanz sein
können (z.B. bei Wanderreisen etc.), wenn erforderlich unter Beibringung eines vollständigen
qualifizierten Nachweises (z.B. ärztliches Attest), in Kenntnis zu setzen.
4.2. Dem Reisenden wird empfohlen, bei Vorliegen einer eingeschränkten Mobilität oder anderen
Einschränkungen bzw. besonderen Bedürfnissen im Sinne des Punkt 4.1. (z.B. Erfordernis
spezieller Medikation, regelmäßiger medizinischer Behandlungen etc.), die geeignet
erscheinen, die Reisedurchführung zu beeinträchtigen, vor Buchung mit einem Arzt abzuklären,
ob die notwendige Reisefähigkeit gegeben ist.
4.3. Kommt es erst im Zeitraum zwischen Vertragsabschluss und Antritt der Pauschalreise zu einer
Einschränkung der Mobilität des Reisenden oder ergeben sich in diesem Zeitraum sonstige
Einschränkungen im Sinne des 4.1. hat der Reisende dem Reiseveranstalter dies unverzüglich
– wobei die Schriftform aus Beweisgründen empfohlen wird – mitzuteilen, damit dieser
entscheiden kann, ob der Reisende weiterhin ohne Gefährdung der eigenen Person oder der
Mitreisenden an der Pauschalreise teilnehmen kann, oder ob er zum Ausschluss des
Reisenden und Vertragsrücktritt berechtigt ist. Kommt der Reisende seiner Aufklärungspflicht
nicht vollständig bzw. rechtzeitig nach und erklärt der Reiseveranstalter den Vertragsrücktritt,
steht dem Reiseveranstalter ein Anspruch auf Entschädigung gemäß den
Entschädigungspauschalen zu.
4.4. Der Reisende, der für sich oder Dritte (Mitreisende) eine Buchung vornimmt, gilt als
Auftraggeber und übernimmt analog im Sinne des § 7 Abs 2 PRG, sofern nicht eine andere
Vereinbarung getroffen wird, die Verpflichtungen aus dem Vertrag mit dem Reiseveranstalter
(z.B. Entrichtung des Entgelts; nur der Auftraggeber ist berechtigt den Rücktritt vom Vertrag zu
erklären etc.) (vgl 1.2.).
4.5. Der Reisende ist verpflichtet, sämtliche durch den Reiseveranstalter übermittelten
Vertragsdokumente (z.B. Pauschalreisevertrag, Buchungsbestätigung, Gutscheine, Vouchers)
auf sachliche Richtigkeit zu seinen Angaben/Daten und auf allfällige Abweichungen
(Schreibfehler; z.B. Namen, Geburtsdatum) sowie Unvollständigkeiten zu überprüfen und im
Fall von Unrichtigkeiten/Abweichungen/Unvollständigkeiten diese dem Reiseveranstalter
unverzüglich zur Berichtigung – wobei die Schriftform aus Beweisgründen empfohlen wird –
mitzuteilen. Einen allenfalls dadurch entstehenden Mehraufwand, wenn dieser Mehraufwand
auf falschen oder unrichtigen Angaben des Reisenden beruht, hat der Reisende zu tragen,
wobei die Gebühr mindestens  10% des Reisepreises beträgt.
4.6. Der Reiseveranstalter trägt im Fall der Unmöglichkeit der vertraglich vereinbarten
Rückbeförderung des Reisenden aufgrund unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstände
die Kosten für die notwendige Unterbringung für höchstens drei Nächte. Dies gilt nicht für
Reisende mit eingeschränkter Mobilität (gemäß Artikel 2 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr.
1107/2006 über die Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit
eingeschränkter Mobilität) und deren Mitreisende, für schwangere Reisende, für unbegleitete
minderjährige Reisende und für Reisende, die besondere medizinische Betreuung benötigen,
sofern die genannten Personen ihre besonderen Bedürfnisse, die bei Buchung noch nicht
bestanden haben oder ihnen noch nicht bekannt sein mussten, dem Reiseveranstalter 48
Stunden vor Reisebeginn mitteilen (vgl 4.3.).
4.7. Der Reisende hat gemäß § 11 Abs 2 PRG jede von ihm wahrgenommene Vertragswidrigkeit der
vereinbarten Reiseleistungen unverzüglich und vollständig, inklusive konkreter Bezeichnung der
Vertragswidrigkeit/des Mangels, zu melden, damit der Reiseveranstalter in die Lage versetzt
werden kann, die Vertragswidrigkeit – sofern dies je nach Einzelfall möglich oder tunlich ist –
unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände (z.B. Zeitverschiebung, Unmöglichkeit der
Kontaktaufnahme bei Expeditionsreise, Vorliegen einer Alternative bzw. einer
Austausch-/Verbesserungsmöglichkeit etc.) und des allenfalls damit einhergehenden
Aufwandes (z.B. Ersatzzimmer säubern, Ersatzhotel ausfindig machen etc.), vor Ort zu
beheben. Im Falle des Unterlassens der Meldung einer Vertragswidrigkeit hat dies, wenn Abhilfe vor Ort möglich und
eine Meldung auch zumutbar gewesen wäre, Auswirkungen auf allfällige
gewährleistungsrechtliche Ansprüche des Reisenden. Das Unterlassen der Meldung kann
gemäß § 12 Abs 2 PRG hinsichtlich schadenersatzrechtlicher Ansprüche auch als
Mitverschulden (§ 1304 ABGB) angerechnet werden. Eine Meldung einer Vertragswidrigkeit
bewirkt noch keine Leistungszusage des Reiseveranstalters.
4.8. Der Reisende ist verpflichtet, den im Rahmen des getroffenen Pauschalreisevertrages
vereinbarten Reisepreis gemäß den Zahlungsbestimmungen fristgerecht und vollständig zu
bezahlen. Im Fall der nicht fristgerechten oder nicht vollständigen Anzahlung oder Restzahlung
behält sich der Reiseveranstalter nach Mahnung unter Setzung einer Nachfrist vor, den Rücktritt
vom Vertrag zu erklären und unabhängig von der anfallenden Entschädigungspauschale einen
allenfalls darüber hinausgehenden Schadenersatz anzusprechen.
4.9. Der Reisende hat im Fall der Geltendmachung und des Erhalts von Zahlungen aus
Schadenersatz- oder Preisminderungsansprüchen im Sinne des § 12 Abs 5 PRG (z.B.
Ausgleichszahlung gemäß Art 7 FluggastrechteVO) oder im Falle des Erhalts sonstiger
Auszahlungen und Leistungen von Leistungsträgern oder von Dritten, die auf Schadenersatz oder Preisminderungsansprüche des Reisenden gegen den Reiseveranstalter anzurechnen
sind (z.B. Auszahlungen des Hotels), den Reisevermittler oder Reiseveranstalter von diesem
Umstand vollständig und wahrheitsgemäß in Kenntnis zu setzen.
4.10. Den Reisenden trifft bei Auftreten von Vertragswidrigkeiten grundsätzlich eine
Schadensminderungspflicht (§ 1304 ABGB).
5. Versicherung
5.1. Grundsätzlich ist bei Urlaubsreisen zu beachten, dass keine wertvollen Gegenstände, wichtige
Dokumente etc. mitgenommen werden sollten. Bei wichtigen Dokumenten wird die Anfertigung
und Verwendung von Kopien – soweit deren Gebrauch erlaubt ist – empfohlen. Der Diebstahl
von Wertgegenständen kann nicht ausgeschlossen werden und ist vom Reisenden
grundsätzlich selbst, als Verwirklichung des allgemeinen Lebensrisikos, zu tragen.
5.2. Es wird empfohlen, eine Versicherung (Reiserücktrittsversicherung, Reiseabbruchversicherung,
Reisegepäckversicherung, Reisehaftpflichtversicherung, Auslandsreisekrankenversicherung,
Verspätungsschutz, Personenschutz etc.), welche ausreichende Deckung ab dem Datum des
Pauschalreisevertrages bis zum Ende der Pauschalreise gewährleistet, abzuschließen.
6. Buchung/Vertragsabschluss/Anzahlung
6.1. Der Pauschalreisevertrag kommt zwischen dem Reisenden und dem Reiseveranstalter
zustande, wenn Übereinstimmung über die wesentlichen Vertragsbestandteile (Preis, Leistung
und Termin) besteht und der Reisende das Anbot des Reiseveranstalters annimmt. Dadurch
ergeben sich Rechte und Pflichten für den Reiseveranstalter und für den Reisenden.
6.2. Der Reisende hat – sofern keine andere Vereinbarung getroffen wird – sofort nach Zugang des
Pauschalreisevertrages, frühestens jedoch 11 Monate vor dem Ende der Pauschalreise, eine
Anzahlung von 10% des Reisepreises auf das im Pauschalreisevertrag genannte Konto (oder
auf das vom Reisevermittler bekanntgegebene Konto) zu überweisen.
6.3. Erfolgt ein Vertragsschluss innerhalb von 20 Tagen vor Abreise, ist der gesamte Reisepreis bei
Zugang des Pauschalreisevertrages auf das dort genannte Konto sofort zu überweisen.
6.4. Kommt der Reisende seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß 6.2. oder 6.3. nicht nach, behält
sich der Reiseveranstalter nach Mahnung mit Fristsetzung vor, den Rücktritt vom Vertrag zu
erklären und Schadenersatz entsprechend den Entschädigungspauschalen zu verlangen.
7. Personen mit eingeschränkter Mobilität
7.1. Ob eine Pauschalreise für Personen mit eingeschränkter Mobilität konkret geeignet ist, ist im
Einzelfall unter Berücksichtigung der Art und des Ausmaßes der eingeschränkten Mobilität, des
Charakters der Pauschalreise (z.B. Abenteuerreise, Studienreise, Städtetrip etc.), des
Bestimmungslandes/Bestimmungsortes, der Transportmittel (z.B. Bus, Flugzeug, Schiff etc.),
sowie der Unterkunft (z.B. Hotel, Almhütte, Zelt etc.) abzuklären. Personen mit eingeschränkter
Mobilität haben deshalb beim Reiseveranstalter nachzufragen, ob die gewünschte
Pauschalreise im konkreten Fall für sie geeignet ist. Die Eignung einer Pauschalreise im
konkreten Fall für Personen mit eingeschränkter Mobilität, bedeutet nicht, dass sämtliche im
Pauschalreisevertrag enthaltene Leistungen uneingeschränkt von der Person mit
eingeschränkter Mobilität in Anspruch genommen werden können (so kann z.B. eine
Hotelanlage über geeignete Zimmer und andere Bereiche für Personen mit eingeschränkter
Mobilität verfügen. Dies bedeutet aber nicht, dass die gesamte Anlage (z.B. Benützung des
Pools etc.) für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet ist). Ist dies der Fall und bucht
die Person mit eingeschränkter Mobilität die Pauschalreise, führt der Reiseveranstalter ein
Handicap-Protokoll. Dieses ist Grundlage des abzuschließenden Pauschalreisevertrages.
7.2. Der Reiseveranstalter kann die Buchung einer Pauschalreise durch eine Person mit
eingeschränkter Mobilität ablehnen, sofern der Reiseveranstalter und/oder einer der
Erfüllungsgehilfen (z.B. Hotel, Airline etc.) nach einer sorgfältigen Einschätzung der
spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse des Reisenden zu dem Schluss kommen, dass
dieser nicht sicher und in Übereinstimmung mit den Sicherheitsbestimmungen
befördert/untergebracht werden kann oder zur Auffassung gelangen, dass die konkrete
Pauschalreise für den Reisenden nicht geeignet ist.
7.3. Der Reiseveranstalter und/oder einer der Erfüllungsgehilfen (z.B. Airline, Hotel etc.) behält sich
das Recht vor, die Beförderung/Unterbringung eines Reisenden abzulehnen, der es verabsäumt
hat, den Reiseveranstalter gemäß 4.1. und/oder 4.3. der AGB ausreichend über seine
eingeschränkte Mobilität und/oder besonderen Bedürfnisse zu benachrichtigen, um dadurch
den Reiseveranstalter und/oder den Erfüllungsgehilfen in die Lage zu versetzen, die Möglichkeit
der sicheren und organisatorisch praktikablen Beförderung/Unterbringung zu beurteilen.
7.4. Der Reiseveranstalter behält sich das Recht vor, Reisenden, die der Meinung des
Reiseveranstalters und/oder eines der Erfüllungsgehilfen (z.B. Airline, Hotel etc.) nach nicht
reisefähig sind oder nicht für die Pauschalreise aufgrund des Reiseverlaufs, der
Reisedestination etc. geeignet sind oder eine Gefahr für sich oder andere während der
Pauschalreise darstellen, die Teilnahme an der Pauschalreise aus Sicherheitsgründen zu
verweigern.
8. Pauschalreisevertrag
8.1. Der Reisende erhält bei Abschluss eines Pauschalreisevertrages oder unverzüglich danach
eine Ausfertigung des Vertragsdokuments oder eine Bestätigung des Vertrags auf einem
dauerhaften Datenträger (z.B. Papier, E-Mail). Wird der Pauschalreisevertrag in gleichzeitiger
Anwesenheit der Vertragsparteien geschlossen, hat der Reisende Anspruch auf eine
Papierfassung. Bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen im Sinne des §
3 Z 1 FAGG stimmt der Reisenden zu, die Ausfertigung oder Bestätigung des
Pauschalreisevertrages alternativ auch auf einem anderen dauerhaften Datenträger (z.B.
E-Mail) zur Verfügung gestellt zu bekommen.
8.2. Dem Reisenden werden an die im Buchungsformular der Website des Reiseveranstalters von
ihm bekanntgegebene E-Mail-Adresse rechtzeitig vor Beginn der Pauschalreise, sofern nichts
anderes vereinbart wurde, die Buchungsbelege, Gutscheine, Beförderungsausweise und
Eintrittskarten, Informationen zu den geplanten voraussichtlichen Abreisezeiten und
gegebenenfalls zu planmäßigen Zwischenstationen, Anschlussverbindungen und
Ankunftszeiten zur Verfügung gestellt. Sollten die soeben genannten Dokumente/Unterlagen
Unrichtigkeiten/Abweichungen/Unvollständigkeiten im Sinne von 4.5. aufweisen, hat der
Reisende den Reisevermittler oder Reiseveranstalter zu kontaktieren (vgl 4.5.).
9. Ersatzperson
9.1. Der Reisende hat gemäß § 7 PRG das Recht, den Pauschalreisevertrag auf eine andere
Person, die sämtliche Vertragsbedingungen erfüllt und auch für die Pauschalreise geeignet ist
(Kriterien können z.B. das Geschlecht, das (Nicht)vorliegen einer Schwangerschaft, der
Gesundheitszustand, erforderliche Impfungen/ausreichender Impfschutz, besondere Kenntnisse
und Fähigkeiten, Visa, gültige Einreisedokumente, das Nichtbestehen eines Einreiseverbotes
etc. sein) zu übertragen. Erfüllt die andere Person nicht alle Vertragsbedingungen oder ist sie
nicht für die Pauschalreise geeignet, kann der Reiseveranstalter der Übertragung des Vertrages
widersprechen. Der Reiseveranstalter ist innerhalb einer angemessenen Frist von 14 Tagen vor
Reisebeginn, spätestens jedoch sieben Tage vor Reisebeginn auf einem dauerhaften
Datenträger (z.B. E-Mail) über die Übertragung des Vertrages in Kenntnis zu setzen.
Für die Übertragung des Pauschalreisevertrages ist eine Mindestmanipulationsgebühr von 99€
zu entrichten, sofern nicht darüber hinaus Mehrkosten entstehen. Der Reisende, der den
Pauschalreisevertrag überträgt, und die Person, die in den Vertrag eintritt, haften dem
Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den noch ausstehenden Betrag des Reisepreises
und die Mindestmanipulationsgebühr, sowie für allenfalls darüber hinaus entstehende
Mehrkosten.
9.2. Viele Fluggesellschaften oder andere Beförderer oder Dienstleister behandeln Änderungen des
Reisedatums oder des Namens des Reisenden als Stornierungen und berechnen diese
entsprechend. Entstehen dabei Mehrkosten, werden diese dem Reisenden in Rechnung gestellt
(analog § 7 Abs 2 PRG).
10. Preisänderungen vor Reisebeginn
10.1. Der Reiseveranstalter behält sich im Pauschalreisevertrag das Recht vor, nach
Abschluss des Pauschalreisevertrages bis spätestens 20 Tage vor Beginn der
Pauschalreise Preisänderungen vorzunehmen. Der Reiseveranstalter wird den
Reisenden an der von ihm zuletzt bekanntgegebenen Adresse klar, verständlich
und deutlich auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. Papier, Email) spätestens
20 Tage vor Beginn der Pauschalreise über die Preiserhöhung (inklusive
Berechnung) unter Angabe der Gründe in Kenntnis setzen.
10.2. Bei Änderung folgender Kosten nach Vertragsschluss sind Preisänderungen zulässig:
1) Kosten für die Personenbeförderung infolge der Kosten für Treibstoff oder
andere Energiequellen;
2) Höhe der Steuern und Abgaben, die für die vertraglich vereinbarten
Reiseleistungen zu entrichten sind, wie z.B. Aufenthaltsgebühren,
Landegebühren, Ein- oder Ausschiffungsgebühren in Häfen, entsprechende
Gebühren auf Flughäfen sowie Gebühren für Dienstleistungen in Häfen oder
Flughäfen;
3) die für die Pauschalreise geltenden Wechselkurse.
Preisänderungen können Preiserhöhungen oder Preissenkungen zur Folge haben.
11. Änderungen der Leistung vor Reisebeginn
11.1. Der Reiseveranstalter darf vor Reisebeginn unerhebliche Leistungsänderungen vornehmen,
sofern er sich dieses Recht im Vertrag vorbehalten hat. Der Reiseveranstalter bzw. der
Reisevermittler, wenn die Pauschalreise über einen solchen gebucht wurde, informiert den
Reisenden klar, verständlich und deutlich auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. E-Mail) an
der von ihm zuletzt bekanntgegebenen Adresse über die Änderungen.
11.2. Unerhebliche Änderungen sind – wobei dies jeweils im Einzelfall zu prüfen ist – geringfügige,
sachlich gerechtfertigte Änderungen, die den Charakter und/oder die Dauer und/oder den
Leistungsinhalt und/oder die Qualität der gebuchten Pauschalreise nicht wesentlich verändern.
11.3. Bei erheblichen Änderungen kann es sich um eine erhebliche Verringerung der Qualität oder
des Wertes von Reiseleistungen, zu denen der Reiseveranstalter gezwungen ist, handeln, wenn
die Änderungen wesentliche Eigenschaften der Reiseleistungen betreffen und/oder Einfluss auf
die Pauschalreise und/oder Reiseabwicklung entfalten. Ob eine Änderung bzw. Verringerung
der Qualität oder des Werts von Reiseleistungen erheblich ist, muss im Einzelfall unter
Rücksichtnahme auf die Art, die Dauer, den Zweck und Preis der Pauschalreise sowie unter
Rücksichtnahme auf die Intensität und Dauer sowie Ursächlichkeit der Änderung und allenfalls
auf die Vorwerfbarkeit der Umstände, die zur Änderung geführt haben, beurteilt werden.
11.4. Ist der Reiseveranstalter gemäß § 9 Abs 2 PRG zu erheblichen Änderungen im oben
angeführten Sinn jener wesentlichen Eigenschaften der Reiseleistungen, die den Charakter und
Zweck der Pauschalreise ausmachen (vgl § 4 Abs 1 Z 1 PRG), gezwungen oder kann er
Vorgaben des Reisenden, die vom Reiseveranstalter ausdrücklich bestätigt wurden nicht
erfüllen kann der Reisende
– innerhalb einer vom Reiseveranstalter festgelegten angemessenen Frist, den
vorgeschlagenen Änderungen zustimmen, oder
– der Teilnahme an einer Ersatzreise zustimmen, sofern diese vom Reiseveranstalter
angeboten wird, oder
– vom Vertrag ohne Zahlung einer Entschädigung zurücktreten.
Der Reiseveranstalter wird daher den Reisenden in den eben angeführten Fällen über folgende
Punkte an der von ihm zuletzt bekanntgegebenen Adresse klar, verständlich und deutlich auf
einem dauerhaften Datenträger (z.B. E-Mail) informieren:
– die Änderungen der Reiseleistungen der Pauschalreise
– die angemessene Frist, innerhalb derer der Reisende den Reiseveranstalter über seine
Entscheidung in Kenntnis zu setzen hat, sowie die Rechtswirkung der Nichtabgabe einer
Erklärung innerhalb der angemessenen Frist,
– gegebenenfalls die als Ersatz angebotene Pauschalreise und deren Preis.
Dem Reisenden wird empfohlen, sich bei seiner Erklärung der Schriftform zu bedienen. Gibt der
Reisende innerhalb der Frist keine Erklärung ab, so gilt dies als Zustimmung zu den
Änderungen.
12. Reiseroute/Änderungen
12.1. Aufgrund von beispielsweise (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Umwelt- und Wettereinflüssen
(z.B. Regen, Wind, Lawinen, Muren etc.), Naturkatastrophen (z.B. Erdbeben, Überflutungen,
Hurrikans etc.), Grenzsperren, staatlichen Anordnungen, Staus, Flugzeitenänderungen,
Terroranschlägen, Stromausfällen, kurzfristig geänderten Öffnungszeiten usw. kann von der
beworbenen bzw. vertraglich vereinbarten Route abgewichen werden, Stationen der Rundreise
verschoben oder vorgezogen werden, geplante Besichtigungen ausgelassen oder geändert
werden. In diesen Fällen bemüht sich der Reiseveranstalter gleichwertige Alternativen
anzubieten bzw. allenfalls entfallene Teile an anderer Stelle nachzuholen.
13. Gewährleistung
13.1. Liegt eine Vertragswidrigkeit vor, weil eine vereinbarte Reiseleistung nicht oder mangelhaft
(=vertragswidrig) erbracht wurde, behebt der Reiseveranstalter die Vertragswidrigkeit, sofern
der Reisende oder seine Mitreisenden (z.B. Familienmitglieder) diese nicht selbst herbeiführt
und/oder seine Mitwirkungspflichten nicht verletzt und/oder die Behebung nicht durch den
Reisenden vereitelt wird und/oder die Behebung nicht unmöglich oder mit unverhältnismäßigen
Kosten verbunden wäre. Der Reisende hat dem Reiseveranstalter eine angemessene Frist für
die Behebung der Vertragswidrigkeit zu setzen, wobei die Angemessenheit der Frist jeweils im
Einzelfall, ausgehend von Art/Zweck/Dauer der Pauschalreise, der angezeigten
Vertragswidrigkeit, dem Zeitpunkt der Meldung (z.B. spätabends etc.), sowie den erforderlichen
Zeitressourcen, die für Ersatzbeschaffung z.B. eines Objektes (Umzug etc.) notwendig sind, zu
beurteilen ist. Eine Fristsetzung hat gegenüber dem Vertreter des Reiseveranstalters vor Ort,
oder, wenn ein solcher nicht vorhanden und/oder nicht vertraglich geschuldet ist, gegenüber
dem Reiseveranstalter unter der im Pauschalreisevertrag mitgeteilten Notfallnummer zu
erfolgen.
13.2. Unterlässt es der Reisende seiner Mitteilungspflicht gemäß Punkt 4.7. oder seinen
Mitwirkungspflichten nachzukommen (z.B. sich ein vom Reiseveranstalter angebotenes
Ersatzzimmer anzusehen oder seine Koffer für einen Zimmerwechsel zu packen etc.) oder setzt
er dem Reiseveranstalter eine unangemessen kurze Frist zur Behebung der Vertragswidrigkeit
oder unterstützt er den Reiseveranstalter im Rahmen des zumutbaren bei der Behebung der
Vertragswidrigkeit nicht oder verweigert er rechtsgrundlos, die vom Reiseveranstalter zur
Behebung der Vertragswidrigkeit angebotenen Ersatzleistungen, hat der Reisende die
nachteiligen Rechtsfolgen (vgl Punkt 4.7.) zu tragen.
13.3. Behebt der Reiseveranstalter innerhalb der angemessenen Frist die Vertragswidrigkeit nicht,
kann der Reisende selbst Abhilfe schaffen und vom Reiseveranstalter den Ersatz der dafür
erforderlichen Ausgaben verlangen (vgl § 11 Abs 4 PRG). Es gilt der Grundsatz der
Schadenminderungspflicht, dh. der entstandene Schaden (z.B. Kosten für Ersatzvornahme) ist
möglichst gering zu halten, wobei von Dauer, Wert und Zweck der Reise auszugehen ist.
Darüber hinaus ist von einer objektiven Betrachtungsweise der Vertragswidrigkeit auszugehen.
13.4. Kann ein erheblicher Teil der vereinbarten Reiseleistungen nicht vertragsgemäß erbracht
werden, so bietet der Reiseveranstalter dem Reisenden ohne Mehrkosten, sofern dies aufgrund
der Umstände und Verhältnisse (vor Ort) möglich ist (Unmöglichkeit z.B. wenn nur ein Hotel in
der gebuchten Kategorie vorhanden ist), angemessene andere Vorkehrungen (Ersatzleistung)
zur Fortsetzung der Pauschalreise an, die, soferne möglich, den vertraglich vereinbarten
Leistungen qualitativ gleichwertig oder höherwertig sind; Gleiches gilt auch dann, wenn der
Reisende nicht vertragsgemäß an den Ort der Abreise zurückbefördert wird. Haben die vom
Reiseveranstalter angebotenen anderen Vorkehrungen unter Umständen eine gegenüber den
vertraglich vereinbarten Leistungen geringere Qualität der Pauschalreise zur Folge (z.B.
Halbpension an Stelle von All-inclusive), so gewährt der Reiseveranstalter dem Reisenden eine
angemessene Preisminderung. Der Reisende kann die vorgeschlagenen anderen
Vorkehrungen nur dann ablehnen, wenn diese nicht mit den im Pauschalreisevertrag
vereinbarten Leistungen vergleichbar sind oder die gewährte Preisminderung nicht
angemessen ist. Im Fall der Ablehnung hat der Reisende darzulegen, dass die vom
Reiseveranstalter angebotenen anderen Vorkehrungen gegenüber den vertraglich vereinbarten
Leistungen nicht gleichwertig/vergleichbar sind und/oder die angebotene Preisminderung nicht
ausreichend ist.
13.5. Hat die Vertragswidrigkeit erhebliche Auswirkungen im Sinne von Punkt 11.3. auf die
Durchführung der Pauschalreise und behebt der Reiseveranstalter die Vertragswidrigkeit
innerhalb einer vom Reisenden gesetzten, die Umstände und Vertragswidrigkeiten
berücksichtigenden angemessenen Frist (vgl 13.1.) nicht, so kann der Reisende, sofern ihm die
Fortsetzung der Pauschalreise ausgehend von der Maßfigur eines durchschnittlichen
Reisenden nicht zumutbar ist, ohne Zahlung einer Entschädigung vom Pauschalreisevertrag
zurücktreten und gegebenenfalls gewährleistungs- und schadenersatzrechtliche Ansprüche
gemäß § 12 PRG erheben. Tritt der Reisende vom Pauschalreisevertrag zurück sollte er sich
bewusst sein, dass damit ein gewisses Risiko verbunden ist, da sowohl die Erheblichkeit der
Auswirkungen von Vertragswidrigkeiten als auch die Zumutbarkeit der Fortsetzung der Reise im
subjektiven Einzelfall (von einem Richter) zu beurteilen sind und das Ergebnis dieser
Beurteilung von der Wahrnehmung des Reisenden abweichen kann. Können keine anderen
Vorkehrungen nach Punkt 13.4. angeboten werden oder lehnt der Reisende die angebotenen
anderen Vorkehrungen nach Punkt 13.4. ab, stehen dem Reisenden bei vorliegender
Vertragswidrigkeit gewährleistungs- und schadenersatzrechtliche Ansprüche gemäß § 12 PRG
auch ohne Beendigung des Pauschalreisevertrags zu. Im Fall der Ablehnung hat der Reisende
darzulegen, dass die vom Reiseveranstalter angebotenen anderen Vorkehrungen gegenüber
den vertraglich vereinbarten Leistungen nicht gleichwertig/vergleichbar sind und/oder die
angebotene Preisminderung nicht ausreichend ist. Ist die Beförderung von Personen
Bestandteil der Pauschalreise, so sorgt der Reiseveranstalter in den in diesem Absatz
genannten Fällen außerdem für die unverzügliche Rückbeförderung des Reisenden mit einem
gleichwertigen Beförderungsdienst ohne Mehrkosten für den Reisenden.
13.6. Können Leistungen aufgrund unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstände nicht erbracht
werden und tritt der Reiseveranstalter dennoch nicht von der Pauschalreise zurück (vgl 17.1.),
sondern bietet Ersatzleistungen an, sind die dadurch allenfalls entstehenden Mehrkosten vom
Reisenden zu tragen.
14. Rücktritt des Reisenden ohne Entrichtung einer Entschädigungspauschale
14.1. Der Reisende kann vor Beginn der Pauschalreise – ohne Entrichtung einer
Entschädigungspauschale – in folgenden Fällen vom Pauschalreisevertrag zurücktreten:
14.1.1. Wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe, wobei dies im Einzelfall
unter Berücksichtigung des Vertragsinhalts und der Ausstrahlung des relevanten
Umstands, welcher die Gefahr mit sich bringt, zu beurteilen ist, unvermeidbare und
außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder
die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich im Sinne des 11.3.
beeinträchtigen. Tritt der Reisende in diesen Fällen vom Vertrag zurück, hat er
Anspruch auf die volle Erstattung aller für die Pauschalreise getätigten Zahlungen, nicht
aber auf eine zusätzliche Entschädigung (vgl § 10 Abs 2 PRG).
14.1.2. In den Fällen des Punktes 11.4.
Der Rücktritt ist gegenüber dem Reiseveranstalter – wobei aus Gründen der Beweisbarkeit
Schriftform (via E-Mail)empfohlen wird – zu erklären.
14.2. Der Reisende kann nach Beginn der Pauschalreise in den Fällen des Punktes 13.5. – ohne
Entrichtung einer Entschädigungspauschale – vom Pauschalreisevertrag zurücktreten.
15. Rücktritt des Reisenden unter Entrichtung einer Entschädigungspauschale
15.1. Der Reisende ist jederzeit berechtigt, gegen Entrichtung einer Entschädigungspauschale
(Stornogebühr), vom Vertrag zurückzutreten. Der Rücktritt ist gegenüber dem Reiseveranstalter
– wobei aus Gründen der Beweisbarkeit Schriftform (E-Mail) empfohlen wird – zu erklären.
Wenn die Pauschalreise über einen Reisevermittler gebucht wurde, kann der Rücktritt auch
gegenüber diesem erklärt werden. Dem Reisenden wird empfohlen, den Rücktritt auf einem
dauerhaften Datenträger (z.B. E-Mail) zu erklären.
15.2. Die Entschädigungspauschale steht in einem prozentuellen Verhältnis zum Reisepreis und
richtet sich bezüglich der Höhe nach dem Zeitpunkt der Rücktrittserklärung sowie nach den
erwarteten ersparten Aufwendungen und Einnahmen aus anderweitiger Verwendung der
Reiseleistungen. Im Falle der Unangemessenheit der Entschädigungspauschale kann diese
vom Gericht gemäßigt werden.
15.3. Pro Person ergeben sich bei Pauschalreisen mit Flug folgende Entschädigungspauschalen:
bis 30. Tag vor Reiseantritt 20 %
ab 29. bis 20. Tag vor Reiseantritt 35 %
ab 19. bis 10. Tag vor Reiseantritt 60 %
ab 09. bis 04. Tag vor Reiseantritt 75 %
ab 03. Tag (72 Stunden) vor Reiseantritt 85 % des Reisepreises
Pro Person ergeben sich bei Pauschalreisen mit Zug folgende Entschädigungspauschalen:
bis 21. Tag vor Reiseantritt 0 % (kostenlose Stornierung – Corona-Kulanzpaket)
ab 20. bis 19. Tag vor Reiseantritt 35 %
ab 18. bis 10. Tag vor Reiseantritt 60 %
ab 09. bis 04. Tag vor Reiseantritt 75 %
ab 03. Tag (72 Stunden) vor Reiseantritt 85 % des Reisepreises
16. No-show
16.1. No-show liegt vor, wenn der Reisende der Abreise fernbleibt, weil es ihm am Reisewillen
mangelt oder wenn er die Abreise wegen einer ihm zurechenbaren Handlung oder wegen eines
ihm widerfahrenen Zufalls versäumt. Ist weiters klargestellt, dass der Reisende die
verbleibenden Reiseleistungen nicht mehr in Anspruch nehmen kann oder will, hat er folgende
Entschädigungspauschale zu entrichten: 100% des Reisepreises.
17. Rücktritt des Reiseveranstalters vor Beginn der Reise
17.1. Der Reiseveranstalter kann vor Beginn der Pauschalreise vom Pauschalreisevertrag
zurücktreten, wenn er aufgrund unvermeidbarer und außergewöhnlicher Umstände an der
Erfüllung des Vertrags gehindert ist und seine Rücktrittserklärung dem Reisenden an der zuletzt
von ihm genannten Zustell-/Kontaktadresse unverzüglich, spätestens vor Beginn der
Pauschalreise zugeht (vgl § 10 Abs 3 lit b PRG).
17.2. Der Reiseveranstalter kann vor Beginn der Pauschalreise vom Pauschalreisevertrag
zurücktreten, wenn sich für die Pauschalreise weniger Personen als die im Vertrag angegebene
Mindestteilnehmerzahl angemeldet haben und die Rücktrittserklärung des Reiseveranstalters
dem Reisenden an der zuletzt von ihm genannten Zustell-/ Kontaktadresse innerhalb der im
Vertrag festgelegten Frist, spätestens jedoch:
a) 20 Tage vor Beginn der Pauschalreise bei Reisen von mehr als sechs Tagen,
b) sieben Tage vor Beginn der Pauschalreise bei Reisen zwischen zwei und sechs Tagen,
c) 48 Stunden vor Beginn der Pauschalreise bei Reisen, die weniger als zwei Tage dauern,
zugeht (vgl § 10 Abs 3 lit a PRG).
17.3. Tritt der Reiseveranstalter gemäß 17.1. oder 17.2. vom Pauschalreisevertrag zurück, erstattet
er dem Reisenden den Reisepreis, er hat jedoch keine zusätzliche Entschädigung zu leisten.
18. Rücktritt des Reiseveranstalters nach Beginn der Pauschalreise
18.1. Der Reiseveranstalter wird von der Vertragserfüllung ohne Verpflichtung zur Rückerstattung des
Reisepreises befreit, wenn der Reisende die Durchführung der Pauschalreise durch grob
ungebührliches Verhalten (wie z.B. Alkohol, Drogen, Nichteinhalten eines Rauchverbotes,
Missachten bestimmter Bekleidungsvorschriften z.B. beim Besuch religiöser Stätten oder bei
der Einnahme von Mahlzeiten, strafbares Verhalten, störendes Verhalten gegenüber
Mitreisenden, Nichteinhalten der Vorgaben des Reiseleiters wie z.B. regelmäßiges
Zuspätkommen etc.), ungeachtet einer Abmahnung stört, sodass der Reiseablauf oder
Mitreisende gestört und in einem Ausmaß behindert werden, dass geeignet ist, die
Urlaubserholung Dritter oder Mitreisender zu beeinträchtigen oder den Reisezweck zu vereiteln.
In einem solchen Fall ist der Reisende dem Reiseveranstalter gegenüber zum Ersatz des
Schadens verpflichtet.
19. Allgemeines Lebensrisiko des Reisenden
19.1. Eine Pauschalreise bringt in der Regel eine Veränderung der gewohnten Umgebung mit sich.
Eine damit einhergehende Verwirklichung des allgemeinen Lebensrisikos des Reisenden wie
beispielsweise (ohne Anspruch auf Vollständigkeit), Stress, Übelkeit (z.B. aufgrund klimatischer
Veränderungen), Müdigkeit (z.B. aufgrund eines feucht-schwülen Klimas), Verdauungsprobleme
(z.B. aufgrund ungewohnter Gewürze, Speisen etc.) und/oder eine Verwirklichung eines
allenfalls mit der Reise verbundenen Risikos wie beispielsweise (ohne Anspruch auf
Vollständigkeit) Ohrenschmerzen bei Tauchreisen, Höhenkrankheit bei Reisen in große Höhe,
Seekrankheit bei Kreuzfahrten und vieles mehr, fallen in die Sphäre des Reisenden und sind
dem Reiseveranstalter nicht zuzurechnen.
19.2. Nimmt der Reisende Leistungen, die ihm ordnungsgemäß angeboten wurden, aus den oben
genannten Gründen nicht in Anspruch oder erklärt er aus einem solchen Grund den
Vertragsrücktritt, ist er nicht berechtigt, gewährleistungsrechtliche Ansprüche oder
Rückforderungen von nicht in Anspruch genommenen Teilen von Reiseleistungen geltend zu
machen.
20. Haftung
20.1. Verletzen der Reiseveranstalter oder ihm zurechenbare Leistungsträger schuldhaft die dem
Reiseveranstalter aus dem Vertragsverhältnis mit dem Reisenden obliegenden Pflichten, so ist
dieser dem Reisenden zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens verpflichtet.
20.2. Der Reiseveranstalter haftet nicht für Personen-, Sach- und Vermögensschäden des Reisenden
die im Zusammenhang mit gebuchten Leistungen entstehen, sofern sie
20.2.1. eine Verwirklichung des allgemeinen Lebensrisikos des Reisenden oder eines allenfalls
mit der Pauschalreise verbundenen allgemeinen Risikos, welches in die Sphäre des
Reisenden fällt, darstellen (vgl 19.)
20.2.2. dem Verschulden des Reisenden zuzurechnen sind;
20.2.3. einem Dritten zuzurechnen sind, der an der Erbringung der vom Pauschalreisevertrag
umfassten Reiseleistungen nicht beteiligt ist, und die Vertragswidrigkeit weder
vorhersehbar noch vermeidbar war; oder
20.2.4. auf unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände zurückzuführen sind.
20.3. Bei Reisen mit besonderen Risken (z.B. Expeditionscharakter) haftet der Reiseveranstalter
nicht für die Folgen, die sich im Zuge der Verwirklichung der Risken ergeben, wenn dies
außerhalb seines Pflichtenbereiches geschieht. Unberührt bleibt die Verpflichtung des
Reiseveranstalters, die Pauschalreise sorgfältig vorzubereiten und die mit der Erbringung der
einzelnen Reiseleistungen beauftragten Personen und Unternehmen sorgfältig auszuwählen.
20.4. Der Reisende hat Gesetzen und Vorschriften, Anweisungen und Anordnungen des Personals
vor Ort, sowie Geboten und Verboten (z.B. Badeverbot, Tauchverbot etc.) Folge zu leisten. Bei
Nichtbefolgen durch den Reisenden haftet der Reiseveranstalter nicht für allenfalls daraus
entstehende Personen- und Sachschäden des Reisenden oder Personen- und Sachschäden
Dritter.
20.5. Der Reiseveranstalter haftet nicht für die Erbringung einer Leistung, welche nicht von ihm
zugesagt worden ist bzw. welche vom Reisenden nach Reiseantritt selbst vor Ort bei Dritten
bzw. dem Reiseveranstalter nicht zurechenbaren Leistungsträgern zusätzlich gebucht worden
ist.
20.6. Dem Reisenden wird empfohlen, keine Gegenstände besonderen Werts mitzunehmen. Weiters
wird empfohlen, die mitgenommenen Gegenstände ordnungsgemäß zu verwahren bzw. zu
versichern (vgl 5.1.).
20.7. Soweit das Montrealer Übereinkommen über die Beförderung im internationalen Luftverkehr
2001, das Athener Protokoll 2002 zum Athener Übereinkommen über die Beförderung auf See
1974 oder das Übereinkommen über den internationalen Eisenbahnverkehr 1980 idF 1999 den
Umfang des Schadenersatzes oder die Bedingungen, unter denen ein Erbringer einer vom
Pauschalreisevertrag umfassten Reiseleistung Schadenersatz zu leisten hat, einschränken,
gelten diese Einschränkungen auch für den Reiseveranstalter (vgl § 12 Abs 4 PRG).
21. Geltendmachung von Ansprüchen
21.1. Um die Geltendmachung und Verifizierung von behaupteten Ansprüchen zu erleichtern, wird
dem Reisenden empfohlen, sich über die Nichterbringung oder mangelhafte Erbringung von
Leistungen schriftliche Bestätigungen geben zu lassen bzw. Belege, Beweise, Zeugenaussagen
zu sichern.
21.2. Gewährleistungsansprüche können innerhalb von 2 Jahren geltend gemacht werden.
Schadenersatzansprüche verjähren nach 3 Jahren.
21.3. Es empfiehlt sich, im Interesse des Reisenden, Ansprüche unverzüglich nach Rückkehr von der
Pauschalreise vollständig und konkret bezeichnet direkt beim Reiseveranstalter oder im Wege
des Reisevermittlers geltend zu machen, da mit zunehmender Verzögerung mit
Beweisschwierigkeiten zu rechnen ist.
22. Zustellung – elektronischer Schriftverkehr
22.1. Als Zustell-/ Kontaktadresse des Reisenden gilt die dem Reiseveranstalter zuletzt bekannt
gegebene Adresse (z.B. E-Mail-Adresse). Änderungen sind vom Reisenden unverzüglich
bekanntzugeben. Es wird dem Reisenden empfohlen, sich dabei der Schriftform zu bedienen.
23. Auskunftserteilung an Dritte
23.1. Auskünfte über die Namen der Reiseteilnehmer und die Aufenthaltsorte von Reisenden werden
an dritte Personen auch in dringenden Fällen nicht erteilt, es sei denn, der Reisende hat eine
Auskunftserteilung ausdrücklich gewünscht und der Berechtigte wird bei Buchung bekannt
gegeben. Die durch die Übermittlung dringender Nachrichten entstehenden Kosten gehen zu
Lasten des Reisenden. Es wird daher den Reisenden empfohlen, ihren Angehörigen die
genaue Urlaubsanschrift bekanntzugeben.
24. Sonstige Bestimmungen
24.1. Datenschutzrechtliche Informationspflicht: Die personenbezogenen Daten, die der Reisende
bzw. Auftraggeber zur Verfügung stellt, werden elektronisch verarbeitet und genutzt, soweit sie
zur Vertragsdurchführung erforderlich sind. Alle personenbezogenen Daten der Reisenden
werden nach österreichischen und europäischen Datenschutzrecht bearbeitet. Weitere
Informationen zum Umgang mit den Daten der Reisenden finden Sie in der
Datenschutzerklärung von Stefan Unterlechner, STRISCO Tours&Events.

Bei der Ihnen angebotenen Kombination von Reiseleistungen handelt es sich um eine Pauschalreise im Sinne der Richtlinie (EU) 2015/2302.

Daher können Sie alle EU-Rechte in Anspruch nehmen, die für Pauschalreisen gelten. Stefan Unterlechner, STRISCO Tours&Events trägt die volle Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der gesamten Pauschalreise.

Im Fall der Insolvenz des Reiseveranstalters oder – in einigen Mitgliedstaaten – des Reisevermittlers werden Zahlungen zurückerstattet. Tritt die Insolvenz des Reiseveranstalters oder, sofern einschlägig, des Reisevermittlers nach Beginn der Pauschalreise ein und ist die Beförderung Bestandteil der Pauschalreise, so wird die Rückbeförderung der Reisenden gewährleistet. Stefan Unterlechner, STRISCO Tours&Events (GISA-Zahl: 27539224) hat eine Insolvenzabsicherung mittels Bankgarantie bei der Volksbank Tirol Innsbruck-Schwaz (Garantienummer 49452) abgeschlossen. Die Reisenden  können den Abwickler Europäische Reiseversicherung AG, Kratochwjlestraße 4, Wien kontaktieren, wenn ihnen Leistungen aufgrund der Insolvenz von Stefan Unterlechner, STRISCO Tours&Events verweigert werden. Die Anmeldung sämtlicher Ansprüche ist bei sonstigem Anspruchsverlust innerhalb von 8 Wochen ab Eintritt einer Insolvenz nachweislich schriftlich oder per Telefax beim Abwickler vorzunehmen.

Wichtigste Rechte nach der Richtlinie (EU) 2015/2302

  • ­Die Reisenden erhalten alle wesentlichen Informationen über die Pauschalreise vor Abschluss des Pauschalreisevertrags.
  • Es haftet immer mindestens ein Unternehmer für die ordnungsgemäße Erbringung aller im Vertrag inbegriffenen Reiseleistungen.
  • Die Reisenden erhalten eine Notruftelefonnummer oder Angaben zu einer Kontaktstelle, über die sie sich mit dem Reiseveranstalter oder dem Reisebüro in Verbindung setzen können.
  • Die Reisenden können die Pauschalreise – innerhalb einer angemessenen Frist und unter Umständen unter zusätzlichen Kosten – auf eine andere Person übertragen.
  • Der Preis der Pauschalreise darf nur erhöht werden, wenn bestimmte Kosten (zum Beispiel Treibstoffpreise) sich erhöhen und wenn dies im Vertrag ausdrücklich vorgesehen ist, und in jedem Fall bis spätestens 20 Tage vor Beginn der Pauschalreise. Wenn die Preiserhöhung 8 % des Pauschalreisepreises übersteigt, kann der Reisende vom Vertrag zurücktreten. Wenn sich ein Reiseveranstalter das Recht auf eine Preiserhöhung vorbehält, hat der Reisende das Recht auf eine Preissenkung, wenn die entsprechenden Kosten sich verringern.
  • Die Reisenden können ohne Zahlung einer Rücktrittsgebühr vom Vertrag zurücktreten und erhalten eine volle Erstattung aller Zahlungen, wenn einer der wesentlichen Bestandteile der Pauschalreise mit Ausnahme des Preises erheblich geändert wird. Wenn der für die Pauschalreise verantwortliche Unternehmer die Pauschalreise vor Beginn der Pauschalreise absagt, haben die Reisenden Anspruch auf eine Kostenerstattung und unter Umständen auf eine Entschädigung.
  • Die Reisenden können bei Eintritt außergewöhnlicher Umstände vor Beginn der Pauschalreise ohne Zahlung einer Rücktrittsgebühr vom Vertrag zurücktreten, beispielsweise wenn am Bestimmungsort schwerwiegende Sicherheitsprobleme bestehen, die die Pauschalreise voraussichtlich beeinträchtigen.
  • Zudem können die Reisenden jederzeit vor Beginn der Pauschalreise gegen Zahlung einer angemessenen und vertretbaren Rücktrittsgebühr vom Vertrag zurücktreten.
  • Können nach Beginn der Pauschalreise wesentliche Bestandteile der Pauschalreise nicht vereinbarungsgemäß durchgeführt werden, so sind dem Reisenden angemessene andere Vorkehrungen ohne Mehrkosten anzubieten. Der Reisende kann ohne Zahlung einer Rücktrittsgebühr vom Vertrag zurücktreten, wenn Leistungen nicht gemäß dem Vertrag erbracht werden und dies erhebliche Auswirkungen auf die Erbringung der vertraglichen Pauschalreiseleistungen hat und der Reiseveranstalter es versäumt, Abhilfe zu schaffen.
  • Der Reisende hat Anspruch auf eine Preisminderung und/oder Schadenersatz, wenn die Reiseleistungen nicht oder nicht ordnungsgemäß erbracht werden.
  • Der Reiseveranstalter leistet dem Reisenden Beistand, wenn dieser sich in Schwierigkeiten befindet.

Die Richtlinie (EU) 2015/2302 wurde in Österreich durch das Pauschalreisegesetz umgesetzt, welches unter www.justiz.gv.at/pauschalreisegesetz zu finden ist.